
..Was ich auf keinen Fall erwartet hatte, war wie die Ansprache und die Spielbarkeit der ganzen Gitarre verbessert wurde. Ich glaube, daß die meisten Gitarren - insbesondere die, die von denjenigen unter uns gespielt werden, die die niedrigstmögliche Aktion wollen - haben Bereiche auf dem Griffbrett, wo wir uns eher zurückhalten, weil wir wissen, daß gewisse Töne abgewürgt werden, wenn wir zu doll spielen.
Ich vermute, daß wir alle uns unbewußt an die ganz spezifischen Besonderheiten von jeder Gitarre anpassen, am Ende ohne zu merken, daß wie es machen. Wir wissen, wie weit wir in bestimmten Stellen eine Saite ziehen können, welche Lagen man besser vermeidet, wo wir uns zurückhalten müssen.
Aber wenn diese ganzen Ungereimtheiten verschwinden, dann öffnet sich auf einmal das ganze Griffbrett. Die Gitarre ertönt an jedem Bund wie ein Klavier. Es gibt keine Schlaglöcher oder Untiefen mehr, die man vermeiden muss. Kein Ton wird irgendwo abgewürgt, also werden Töne, die man früher vermieden hätte (beispielsweise oberhalb des 14. Bundes auf den tieferen Saiten), auf einmal wieder verwendbar.
Man merkt, dass die Reaktionsfähigkeit der Gitarre besser geworden ist. Sie würgt nicht mehr ab. Man kann Saiten ziehen ohne Ende. Die Gitarre kann ganz sich selber werden, als ob sie jetzt ihr volles Potential ausdrücken kann....
Mit anderen Worten: alle früheren Ausreden in Bezug auf Setup oder Aktion werden hinfällig. Es gibt keine Einschränkungen mehr, die von der Gitarre ausgehen...
Ich denke, das ist vergleichbar mit der Behandlung, die Frauen beim Wellnessbad bekommen
Ob es das Geld wert ist? Für eine Gitarre, die du so gut wie nur möglich spielen willst, dann würde ich sofort ja sagen. Egal was du für die Gitarre ausgegeben hast. Wenn du die Gitarre so sehr magst, dass du willst, dass sie ihr volles Potential erreicht, dann scheint eine Plek-Bearbeitung auf alle Fälle ein Schnäppchen zu sein.