Plek: Die Idee

Mitte der 80er Jahre begann Gerd Anke, der als Musiker und Gitarrenlehrer in Berlin lebte, sich mit dem Abrichten der Bünde und der Saitenlage zu befassen. Wie so viele Firmengeschichten, begann auch die Geschichte von plek mit einem Schlüsselerlebnis.

Es war einmal ein Musiker in Berlin. Der spielte Gitarre und stellte eines Tages fest, dass sein Instrument im Laufe der Zeit ein wenig abgenutzt worden war. Die Bünde hatten Kerben bekommen, die eine oder andere Saite schnarrte. Kein Problem, nichts Schlimmes, sagte sich Gerd, unser Musiker aus Berlin, und brachte sein Instrument in die Werkstatt eines Fachmanns. Auch der sagte „kein Problem". Als Gerd die Gitarre wieder abholte, schnarrten die Saiten immer noch. „Kein Problem", sagte der Handwerker abermals. „Da gehe ich noch mal eben mit Sandpapier dran." Sprach's, nahm einen Klotz mit Schleifpapier, entfernte die Saiten und hobelte noch ein paarmal über die Bünde. Das Ergebnis blieb miserabel. Gerd dachte nach und sagte sich, „Das soll fachmännisches Arbeiten sein. Das muss auch anders zu machen sein." (Carlo May, Gitarre und Bass 04/99)

In seiner Wohnung in Berlin-Kreuzberg probierte Gerd zunächst, die Bünde von Hand zu schleifen. Als gelernten Werkzeugmacher packte ihn bald der Ehrgeiz, diesen Vorgang mit Hilfe einer Maschine zu optimieren.


  


Wie alle Gitarristen träumte ich von einer gut bespielbaren Gitarre, die auch bei niedriger Saitenlage nicht schnarrt. Bald wurde mir klar, dass man beim Abrichten der Bundstäbe das Schwingungsverhalten jeder einzelnen Saite berücksichtigen muss. Einleuchtend ist, dass eine dicke Saite anders schwingt als eine dünne. Das hat Konsequenzen für das Griffbrettprofil.

(Gerd Anke, Erfinder/Entwickler der plek-Technologie, Mitbegründer von plek)

Als ich Gerd 1988 zum ersten Mal traf, zeigte er mir diese merkwürdige Vorrichtung: ein abenteuerliches Konstrukt aus an der Wand befestigten Eisenwinkeln und einem Flaschenzug, der an die Decke montiert war. Mit Hilfe eines Waschmaschinenmotors wurde irgendwie ein mit Sandpapier beklebter Aluminiumblock bewegt. Ich dachte, ist ja verrückt, war aber doch ganz froh, dass er meine Gitarre per Hand abgerichtet hatte...

(Michael Dubach, Musiker, Mitbegründer von plek)


Zwei Dinge stellten sich bei diesen ersten Versuchen heraus: 1. um jeder Saite in jeder Lage ausreichend Raum zum Schwingen zu geben, muss das Griffbrett je Saite eine etwas unterschiedliche Kurve bilden und 2. um die Bünde in der erforderlichen Präzision bearbeiten zu können, muss das Griffbrett zuvor gemessen werden, und zwar unter Saitenspannung.

Damit war das Konzept eines elektronisch gesteuerten Mess- und Bearbeitungssystems geboren. Gemeinsam mit Michael Dubach gründete Gerd Anke 1990 mit „PLEKTRON" die erste GbR. Die Idee war so einfach wie naiv: eine Maschine bauen um Gitarren für Berliner Musiker zu bearbeiten. Ein Computer wurde angeschafft, diverse Gitarren bearbeitet (überwiegend noch von Hand), testgespielt, ausgewertet. Gerds Neffe Thomas Kuhlebrock, damals noch Physikstudent, wandelte die empirisch ermittelten Werte in mathematische Formeln um und begann erste Steuerungsprogramme zu schreiben, auf einem 286er, in MS DOS.

Drei Jahre und einige zerfräste Tischbeine später war es dann soweit, der Computer steuerte zwei Vorrichtungen: eine, mit der die Gitarre unter Saitenspannung gemessen wurde und eine weitere zum Schleifen der Bünde. Die Prozedur dauerte fast den ganzen Tag, doch das Ergebnis konnte sich sehen - und hören - lassen. Die nächsten Schritte folgten: eine Ladenwerkstatt wurde angemietet, der Name zu plek abgekürzt, diverses Gitarrenzubehör eingekauft, Flyer verteilt. Nach einigen Monaten gab es ein paar glückliche Gitarristen mehr in Berlin und ein größer werdendes Loch in der Kasse. Die Entwicklung der plek Technologie konnte so nicht finanziert werden.

Ein befreundeter Manager brachte die Sache schließlich auf den Punkt: Warum beschränkt ihr euch auf Berlin - ließe sich eine solche Technologie nicht weltweit verkaufen.

Und so wurde aus dem Traum von einer besseren Gitarre die Vision von der Eroberung des Weltmarktes. Partner wurden gesucht, Businesspläne geschrieben, Finanzierungsmöglichkeiten ausgelotet. Im Januar 1998 wurde schließlich die plek Gitarrentechnologie GmbH gegründet.



Druckversion Nach oben

Plek-Porträts



Unsere Plek-Firma des Monats: Collings Guitars

Get Plek'd!

Sie möchten Ihr Instrument "pleken" lassen?

» Plek-Service weltweit
» plekHaus Berlin

Neuigkeiten

20.01.2017
Unsere neue Broschüre ist da!

Gerade rechtzeitig für die NAMM-Show: Unsere neue Plek Station-Broschüre!

Die Broschüre steht hier als PDF zur Verfügung

» mehr lesen...

21.09.2016
Die Holy Grail Guitar Show 2016!

Wir freuen uns sehr, Sponsoren der diesjährigen Holy Grail Guitar Show in Berlin zu sein!

» mehr lesen...

17.05.2016
Was passiert beim pleken einer Gitarre?


Alex von delamar TV spricht mit den Leuten von Thomann über die Vorteile des Plekens...

» mehr lesen...


» weitere Neuigkeiten...

© Copyright 2008 plek / A+D Gitarrentechnologie GmbH
Konzept & Design k24designs.com